2009 NONAM Zürich

Aufbau Mehrzweckraum und Umbau Bestand

Projektadresse Seefeldstrasse 317, 8008 Zürich
Bauherrschaft Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Architektur GXM Architekten, 8034 Zürich
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich
Fachplaner Büro für Holzbauplanung, 8215 Hallau
Planungsstart Januar 2007
Baustart August 2008
Bauende Januar 2009
Bausumme CHF 1'580'000.–
Projektdaten schwierige Baustellenlogistik,
teilweise Umbau während Betrieb,
Fotos von Roland Frei.

Ausgangslage
Im Eröffnungsjahr konnte das NONAM Nordamerika Native Museum auf eine hohe Besucherzahl zurückblicken, welche sich gut zur Hälfte aus Schulklassen, Gruppen, Lehrkräften und Familien zusammensetzte. Ein Grossteil dieser Gruppen nahmen Anspruch am Angebot mit Betreuung durch MuseumpädagogInnen in Form von Workshops, Führungen, Ferienkurse oder Kindergeburtstage. Hinzu kommen kulturelle Veranstaltungen, Vernissagen, Fachtagungen, Lehrerfortbildungskurse und private Anlässe durch Firmen und Familien. Neben den Ausstellungsflächen verfügte das NONAM einzig über einen kleinen Raum für Museumspädagogik. Dieser diente gleichzeitig als Bibliothek, Sitzungszimmer, Vorbereitungsraum für Ausstellungen und als Arbeitsplatz für PraktikantInnen und Volontäre. Ein zusätzlicher Mehrzweckraum war daher zu einer dringenden Notwendigkeit geworden.

Architektur
Der neue Mehrzweckraum sitzt als autonomer, zeltartiger Pavillon auf dem rückseitigen Anbau der ehemaligen Brauerei auf. Vom Eingangshof her gesehen sitzt der Anbau vor der imposanten Stützmauer wie ein fremder Kopf, wie ein Totem, passend zum Inhalt des Museums. Die Anbindung des Neubaus an die bestehende Anlage erfolgt über einen Zwischenbau in dem auch die WC-Anlagen und Lüftungsanlage integriert sind. Durch seine zurückhaltende Gestaltung lehnt sich der Verbindungsbau an den Hauptbau an und ist als dienendes Element zu betrachten. Der Höhenunterschied zwischen Alt und Neubau wird mit einer behindertengerechten Rampe überbrückt. Gleiches gilt für den Austritt vom Verbindungsbau ins Freie. Der Innenraum öffnet sich auf einer Seite als grosses Schaufenster zum belebten Vorplatz des Museums und auf der anderen Seite zum Grünraum am Hang. Er kann durch mobile Schrankelemente in die Raumeinheiten Museumspädagogik und Pausenraum unterteilt werden. Die tunnelförmige Gebäudehülle des Anbaus ist ein Holzbau deren Innenseiten mit einer schallabsorbierenden vertikalen Holzschalung beplankt sind und die Wetterschutzschicht Aussen eine aufgespannte und verschweisste Dachfolie ist. Die Oberfläche der Dachfolie weist eine lederfarbene Struktur auf, welche an die traditionelle Bauweise von Zelten aus Tierhäuten erinnert.