2010 Strandbad Tiefenbrunnen, Zürich

Gesamtinstandsetzung

Projektadresse Bellerivestrasse 198, 8008 Zürich
Bauherrschaft Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Architektur Neuenschwander Ravidà, Architekten ETH/HTL, 8003 Zürich
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich
Fachplaner Ganz Landschaftsarchitekten BSLA, 8045 Zürich
Planungsstart Januar 2007
Baustart September 2009
Bauende April 2010
Bausumme CHF 10080000..–
Projektdaten Gebäude im Inventar der Denkmalpflege,
Park im Inventar der Gartendenkmalpflege,
Sanierung im Winterhalbjahr in unbeheizten Gebäuden.

Ausgangslage
Das Strandbad Tiefenbrunnen wurde im Jahr 1954 anstelle eines 1886 erbauten Kastenbades von den Architekten Josef Schütz, Otto Dürr und Hans Nussbaumer erbaut. Es ist Teil der für die Landesausstellung 1939 fertiggestellten Uferaufschüttung und bildet den südlichen Abschluss der rechten Uferpromenade. Die Anlage ist sowohl ein öffentliches Bad als auch im Winter ein öffentlicher Park.
Die Bausubstanz ist weitgehend im Originalzustand. Die starke Gliederung der Bauten und die differenzierte Anwendung verschiedener Materialien und Farben sind typisch für die Pavillon - Architektur der 50er Jahre. Auch die Gartengestaltung ist ein zeittypischer Ausdruck der Gartenbaukunst der 50er Jahre. Sowohl Gebäude als auch Gartenanlage sind im Inventar der Denkmalpflege resp. Gartendenkmalpflege aufgeführt. Die Bausubstanz war teilweise in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand.

Ziele und Bedürfnisse der Instandsetzung
Die Sanierungsbedürftige Anlage sollte unter Berücksichtigung ihrer baukulturellen Bedeutung, insbesondere der denkmalpflegerischen und der gartendenkmalpflegerischen Aspekte einer Gesamtinstandsetzung und betrieblichen Anpassung unterzogen werden. Durch die Instandsetzung der Gebäude war die Anlage für die nächsten 20 Jahre gebrauchstauglich zu machen. Dies betraf insbesondere die Blechdächer, die Bodenbeläge und teilweise die Gebäudetechnik. Die Fassaden bestanden zum grössten Teil aus asbesthaltigen Eternitplatten, welcher gesamthaft ersetzt wurden. Neben der generellen Instandsetzung waren betriebliche Verbesserungen und Anpassungen an heutige Bedürfnisse und Normen gefordert. Die Raumanforderungen des Betriebes haben sich seit der Erstellung drastisch geändert. Die bisher erfolgten Massnahmen entsprachen teilweise nicht den Vorschriften. Die Technik und Gestaltung des Planschbeckens genügte den aktuellen Anforderungen nicht mehr.

Raumprogramm
Gesamtinstandsetzung aller Gebäude unter Berücksichtigung denkmal-pflegerischer Aspekte. Totalersatz der asbesthaltigen Eternitfassaden verkleidungen, Erneuerung Gebäudetechnik inkl. sanitäre Anlagen, neue Warmwasseraufbereitung für Duschanlagen mit Sonnenkollektoren. Betriebliche Verbesserungen, Einbau Lagerboxen und Mehrzweckbereich in Garderobengebäude, Umbau ehemaliger Mädchenpavillon zu Mehrzweckraum. Rückbau Teepavillon in Originalzustand. Neue Produktionsküche und Selbstbedienungsanlage. Sanierung Planschbecken, Erweiterung durch neues Kleinkinderbecken inkl. Wasseraufbereitungsanlage und Ausgleichsbecken. Instandstellung Umbebung.